• Unser Schulsystem steht vor einer Herausforderung

    Denn Deutschlands Schulen machen Maschinen statt Menschen.

    Stell dir vor, dein Chef wäre wie ein Lehrer und deine Arbeit wie eine Schule. Alles was Du sagst und tust, wird nach undurchsichtigen Bewertungsmustern bewertet und Du wirst mit deiner Leistung vor den Kollegen bloßgestellt. Du darfst nur in den Pausen auf Toilette. Und die Pausen sind dann, wenn der Chef oder die Klingel es sagen. Wenn Du reden willst, musst Du dich melden. Wenn Du eine Frage hast, musst Du sie vor der ganzen Belegschaft stellen und wirst womöglich vom Chef ausgelacht. Wenn Du dich nicht so benimmst, wie der Chef es sagt, bekommst Du eine Strafe. Und Du hast keine Möglichkeit, den Status Quo anzugreifen.

    Kommt dir das bekannt vor? So ähnlich waren die Arbeitsbedingungen der Industrialisierung – einer Zeit, aus der auch unser Schulsystem stammt. Einer Zeit in der Gehorsamkeit wichtiger war als Kreativität und Individualität. Diese Zeit ist längst vorbei.  

     

    Das Schulsystem ist stehen geblieben

    Schau dir mal dein Smartphone an. Und dann das deines Urgroßvaters. Großer Unterschied, nicht wahr? Und jetzt erinnere dich an deine Schulzeit und vergleiche sie mit der deines Urgroßvaters. Klar, der Inhalt hat sich modernisiert, die Kinder werden nicht mehr geschlagen und auch die Klassenzimmer sind nicht mehr in Schwarzweiß. Doch der Rest – der Aufbau des Klassenzimmers, die Art des Unterrichts – haben sich kaum geändert! 

    Immer noch erklärt der Lehrer 25 Schülern ein Thema, unabhängig davon, ob die Schüler das wollen oder nicht. Unabhängig von ihrem Niveau. Der Stoff wird von A bis Z durchgezogen. Lernen muss halt sein. Und Lernen funktioniert nur durch Anstrengung und (Selbst)Zwang. Lernen ist Arbeit und man muss Kinder dazu bringen. 

    Was passiert, wenn Kinder jahrelang vermittelt bekommen: Lernen ist harte Arbeit. Du bist nur gut genug, wenn Du leistest, was erwartet wird. Du kannst nichts verändern. Du wirst nicht gehört?

     

    Dann kommen aus unseren Schulen viele frustrierte Menschen. 

    Junge Menschen, die ein Jahr Pause brauchen nach dieser Tortur. Junge Menschen, die glauben, sie könnten nichts, weil sie keine großartigen Essays schreiben können. Weil ihnen vor einer Klasse reden schwerfällt. Junge Menschen, die unsere Zukunft sind!  

     

    Die Schule ist widersprüchlich in sich

    Sie predigt auf der einen Seite Mitbestimmung, Partizipation am gesellschaftlichen Leben. Auf der anderen Seite haben vor allem jüngere Kinder keinen Einfluss auf ihren Schulalltag. Sie predigt selbstständiges und kritisches Denken und straft Querdenker und Freigeister ab. Sie gibt ihnen das Gefühl, nicht selbst zu wissen, was gut für sie ist. Indem sie Eigenverantwortung und Selbstständigkeit predigt, aber den gesamten Alltag vorgibt. 

     

    Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die komplexe Probleme kreativ lösen

    Menschen, die selbständig agieren, in Teams arbeiten und diese auch führen können.
    Denn stumpf Aufgaben wie Taxi fahren oder am Band zu arbeiten werden in Zukunft von Maschinen übernommen.  

     

    Doch wie bringen wir das Schulsystem wieder auf die Höhe der Zeit? 

    Wie meistern wir diese Herausforderung? Wie können wir dafür sorgen, dass die Schüler, die die Schule verlassen, bereit sind für die Gesellschaft und Demokratie von heute und die Probleme von morgen?  

    Das ist unser Ansatz!