Die Schule den Schülern

Um wen oder was geht es in der Schule?
Eigentlich doch um die Schüler oder? Doch leider widerspricht die Realität der Theorie. Wagt man heute einen Blick in die Klassenzimmer, so wird man viele motivationslose Schüler und genervte Lehrer finden, die die Zeit miteinander totschlagen, um die Reise bis zu den Prüfungen zu überstehen. Und weil diese Prüfungen am Ende warten, versucht man mit allen Mitteln, Druck und straffen Zeitplänen, den Jugendlichen möglichst viel Stoff zu vermitteln, damit sie…

Ja, damit sie was?
Damit sie eine Prüfung gemeistert haben, die bezeugen soll, dass sie etwas können?
Doch was können diese Schüler? Auswendig lernen und vorgekautes Wissen ausspucken?
Sie sind gut darin, sich zu verstellen und es anderen recht zu machen. Sie sind gut darin, vor einem Problem zu stehen und dann die Lösung zu finden, die von den Lehrern erwartet wird. Sie funktionieren und identifizieren sich nicht mit dem was sie tun, da es fremdbestimmt wird.

Kann so ein nachhaltiger Lernprozess entstehen?
Können diese Schüler kritisch argumentieren, können sie Dinge hinterfragen, selbst denken und ihre Gedanken in Taten umsetzen? Sieht man sich unser Schulmodell an, so sind die Schüler die Passiven, die, denen man etwas beibringt.

Lernen ist aber „leider“ aktiv.

Die heutige Schule gibt Antworten vor, ohne dass Schüler überhaupt eine Frage danach hatten. Deswegen interessiert sie es nicht. Antworten können sich die Schüler zwar aufgrund ihres Intellekts merken, doch begreifen, ergründen und verstehen werden sie es kaum.

Der Schule fehlt die Freiheit.
Man stelle sich einen Raum vor, in dem die Schüler ihre Fragen finden, stellen und diesen dann nachgehen können. Warum funktioniert das in der Schule nicht? Vielleicht, weil die Schule ein Ziel hat. Die Prüfung. Sie unterbindet jedes freie Lernen, das auf Eigeninitiative und Interesse beruht.
Jedes Kind will aber lernen, will lesen und schreiben können, weil es an unserer Welt teilhaben und sie verstehen möchte.
Dieser natürliche Prozess ist, wie wir alle sind, bei jedem anders und zu einem anderen Zeitpunkt.

Warum überlässt man die Schule nicht den Schülern?
Warum schafft man keine Lernfelder, in denen Schüler voneinander lernen, in denen sie gemeinsam Projekte entwerfen und dabei mit Realitätsbezug lernen können? Warum schafft man keine Projekte mit Schulen aus anderen Ländern, durch die man spielend andere Sprachen lernen könnte?
Millionen von Kindern leiden jährlich unter Prüfungsdruck, der sich schon während der ganzen Schulzeit langsam aufbaut, dadurch, dass man seine „Studienzulassung“ am Ende der Schulzeit und nicht am Anfang seines Studiums bekommt. Würde man den Universitäten und den Ausbildungsstätten durch hauseigene, fachliche Aufnahmeprüfungen die Macht darüber geben, wer bei Ihnen lernen darf, dann hätten wir tatsächliche Chancengleichheit.

Der Sinn der Schule wäre plötzlich: jeden einzelnen in seinen individuellen Zielen zu fördern und ihm, das für ihn Wichtigste mit auf den Weg zu geben.

Die Lehrer wären dann dafür da, den Schülern beim Erreichen ihrer Ziele zu helfen. Sie würden es gerne tun, denn die Schüler würden ihren eigenen ansteckenden Antrieb mitbringen.

www.demokratische-stimme-der-jugend.de

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Eine Antwort

  1. Lieber Simon, deinen Worten habe ich nichts hinzuzufügen. Denn ich stimme deinen Worten vorbehaltlos zu.
    Ich danke dir für deine Ehrlichkeit und Offenheit.
    WIR schaffen ein Umdenken in uns. Darauf vertraue ich.
    Denn die Zeit ist JETZT.

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