• FAQ

  • Was macht ihr eigentlich?

    Unser Ziel ist, die Gesellschaft zu verändern. Wie wir das schaffen wollen? Indem wir das Bildungssystem revolutionieren! Wir sind sind „Schools of Trust“ und haben als Informationsplattform zu alternativen Schulformen begonnen. Warum? Die meisten kennen neben der klassischen Grundschule, Gymnasien, Haupt- und Realschulen kaum Alternativen; einige kennen vielleicht noch Waldorf- oder Montessori-Schulen. Anfänglich haben wir vor allem freiere Lernformen promotet und versucht Menschen für neue Möglichkeiten zu begeistern. Mittlerweile gehen wir einen Schritt weiter und wollen selbst Demokratische Schulen gründen – und davon möglichst viele.

    Was macht ihr anders als andere Initiativen?

    Es gibt zwei Punkte, die uns zu anderen Initiativen unterscheiden. Einmal pädagogisch gesehen – wir schreiben ein eigenes Konzept, es wird also nichts kopiert – und versuchen, die Idee der Demokratischen Schule mit Elementen aus der staatlichen Schule zu vereinen. Ferner haben wir den Anspruch, die breite Masse, also alle Menschen der Bevölkerung, mit unserem Schulkonzept zu erreichen. Bisher ist es so, dass Schulgründungsinitiativen, die in dieser Richtung tätig sind, in ihrer Nische aufgrund des Ursprungs aus der 68er-Bewegung haften bleiben und dadurch eher ein links-alternatives Milieu ansprechen. Unser Ziel ist es, dass die Bevölkerung in Zukunft die „School-of-Trust“-Schule nicht bloß kennt, sondern diese als Normalität ansieht. Zudem verbreiten wir uns auf konventionellem Wege: wir sind in den sozialen Medien, beispielsweise Facebook oder Instagram, vertreten.

    Warum nicht erst eine?

    Wir gründen erst eine Schule. Uns ist nur wichtig, zu betonen, dass wir es nicht bei dieser einen Schule belassen wollen und die Vision haben, deutschlandweit etwas zu verändern. Wenn sich wirklich etwas ändern soll, müssen es viele Schulen sein, um möglichst viele junge Menschen erreichen zu können.

    Woher nehmt ihr das Geld?

    Auch Schulen in freier Trägerschaft werden vom Staat finanziert. Allerdings bekommen sie nur einen Teil dessen, was eine staatliche Schule bekommen würde (z.B. 80% in BW). Zusätzliche Bedarfe werden wir durch Spenden und Schulgeld decken.  

    Wie organisiert ihr euch?

    Es gibt diverse Arbeitsgruppen, die von einem Kernteam koordiniert werden, weitestgehend jedoch eigenständig arbeiten. Es gibt beispielsweise ein YouTube-Team, ein Facebook-Team, Arbeitsgruppen im Bereich von Fundraising, Blog und viele mehr. Das Spannende und Repräsentative ist dabei, dass vor allem junge Menschen in den Gruppen vertreten sind. Junge Menschen, die sich für das Thema Bildung begeistern und dafür brennen. Diese werden sich anschließend auch um das Schulkonzept kümmern.

    Was ist euer Schulkonzept?

    Das Schulkonzept ist noch offen und wird in den nächsten Jahren zur Gänze entwickelt. Wir befinden uns mitten im Prozess – das Grundkonzept wird jedoch auf der Demokratischen Schule aufbauen: also auf den zwei Prinzipien der Lernfreiheit und Mitbestimmung. Dieser freiheitliche Gedanke ist die Basis. Hauptziel ist, dass es eine Schule wird, die dafür sorgt, dass Kinder ihre maximalen Potenziale entfalten können; es werden nicht nur klassische Fächer wie Mathematik, Sprachen und Naturwissenschaften vermittelt, sondern auch weitere spannende Themenfelder wie z.B. Persönlichkeitsentwicklung. 

    Was ist euer Plan für die nächsten Jahre? Wie sehen eure nächsten Schritte aus?

    Bis zum Frühjahr 2020 wollen wir unsere Strukturen professionalisieren, ab 2020 dann in einem zweijährigen Prozess das Schulkonzept erarbeiten und anschließend damit beginnen, die erste Schule zu gründen – voraussichtlich in Heidelberg oder Berlin. [3-Stufen Plan hier verlinken]

    Woher nehmt ihr die Expertise?

    Unsere  Expertise beruht darauf, dass wir uns die letzten Jahre intensiv mit dem Thema Bildungsalternativen auseinandersetzen, diverse Schulen besucht haben, uns viel weiterbilden – aber eben auch die Expertise einkaufen, dass wir Schulen befragen: was funktioniert, was funktioniert nicht?, konkret in die Bevölkerung gehen, Ideen aufschreiben, Wissenschaftler befragen, um ein Konzept zu realisieren, das wissenschaftlich haltbar ist.

    Was für einen Abschluss machen die Kinder?

    Die Kinder können an Demokratischen Schulen Abitur, den Haupt- oder Realschulabschluss machen und anschließend eine weiterführende Ausbildung anstreben. Dies geschieht meist in Form einer Schulfremdenprüfung. D.h. die Schüler gehen an den Prüfungstagen an eine staatliche Schule und legen dort ihren Abschuss ab.

    Wieso wird an jetzigen Alternativschulen meistens kein Abitur angeboten?

    Wenn eine Schule das Abitur anbietet, ist sie verpflichtet, höheren Auflagen einzuhalten. Viele Alternativschulen sehen diesen Schritt als große Hürde und bieten deswegen ihr Schulkonzept lediglich bis zur Oberstufe an. Auch haben viele Schulen nicht genug Schüler, als dass sich eine Oberstufe lohnen würde.

    Trägt eine solche Schule nicht zur sozialen Spaltung bei?

    Wir möchten keine Spaltung hervorrufen und daher möglichst Kinder aus allen Bevölkerungsschichten aufnehmen. Das Interesse an Demokratischen Schulen ist jedoch vermehrt bei bildungsnäherem Klientel vorzufinden, sodass es unser Ziel ist, neben diesem auch alle anderen Kinder zu erreichen. Dazu werden wir aktiv Werbung in bildungsferneren Schichten machen. Die Bildung des Kindes soll nicht vom Einkommen der Eltern abhängen.

    Wollt ihr die neue Montessori oder Waldorf werden?

    Ja und nein. Nein – wir berufen uns nicht auf deren Pädagogik. Es gibt Elemente, die ähnlich und sinnvoll sind, aber es ist uns nicht frei genug. Vielmehr möchten wir die neue Bildungsalternative des 21. Jahrhunderts werden – beispielsweise die Waldorfschule ist den meisten Menschen ein Begriff und das ist ein Bekanntheitsgrad, den wir auch schaffen wollen.

    Wie kann man euch unterstützen?

    Du kannst Teil des Teams werden, Du kannst uns finanziell unterstützen – über Spenden oder eine Premium-Mitgliedschaft – Du kannst unsere Beiträge teilen und unseren neuen Inhalte lesen.

    Warum sollte ich euch unterstützen?

    In unseren Augen ist Bildung der Schlüssel zu gesellschaftlicher Gesamtveränderung. Schaffst Du es, die Schule zu verändern, veränderst Du langfristig auch die Gesellschaft. Wenn Dir der Gedanke an eine weltoffene Gesellschaft oder eine bessere Schule vorschwebt, weg von Frust und Zwang – dann solltest Du Schools of Trust jetzt unterstützen.

    Helft ihr auch bei anderen Schulgründungen mit?

    Bisher noch nicht, wir bekommen fast täglich Anfragen von Gründungsinitiativen, diese leiten wir jedoch aktuell an Experten weiter.

    Gibt es eine Schule, die ihr gut findet?

    Ja, positive Beispiele wären die Kapriole Schule in Freiburg oder die Hadera School in Israel. Bei dieser ist die Größe (etwa 500 Schüler) sehr vorbildlich, weil die meisten Demokratischen Schulen kleiner bleiben und selten den Schritt wagen, weiter zu wachsen, da sie durch die geringe Schüleranzahl den familiären Aspekt nicht gefährden möchten. Zudem ist es eine sehr aktive Schule mit diversen Angeboten. 

    Wie geht ihr mit Problemen/Krisen um?

    Durch unseren offenen Kommunikationsstil sind wir bisher in keine Krise geraten. Falls uns etwas stört , sprechen wir es sofort im Kernteam an, achten aber auch innerhalb des großen Teams auf jegliche Anregung, Kritik und Hinweise. Kleinere Probleme hatten wir schon viele, wie jedes schnell wachsende Startup – zum Glück haben wir unseren Coach Martin, der immer für uns da ist, wenn es gilt, diese zu lösen

     

    Gibt es schon ein Franchise-Konzept für freie Schulen?

    Bislang ist kein solches Konzept auf der internationalen Konferenz für Demokratische Schulen (IDEC) vertreten. Deswegen gehen wir davon aus, dass so ein Konzept bisher einzigartig ist.

    Wie baut ihr Digitalisierung in euer Konzept ein?

    Wir werden unser Konzept so schreiben, dass wir einzelne Teams haben, die Teile des Konzepts erarbeiten. Digitalisierung wird selbstverständlich eine große Rolle spielen. Medien können und sollen nicht aus der Schule verbannt werden. Genaueres wird in den kommenden zwei Jahren während der Konzeptphase erarbeitet.

    Wie sind die Eltern bei euch mit eingebunden?

    Da gilt dasselbe wie bei Digitalisierung: Eltern werden in jedem Fall eingebunden, schließlich sollte sich die Philosophie der Erziehung in der Schule und innerhalb der Familie ähneln. Auch hier wird ein dafür spezialisiertes Team ein Konzept erarbeiten.

    Haltet ihr euch an den Lehrplan?

    Auf der Schools-of-Trust-Schule werden dieselben Inhalte erarbeitet wie an staatlichen Schulen. Die Unterschiede zu staatlichen Schulen liegen im zeitlichen Ablauf und in der Vermittlung sowie im über den Lehrplan hinausgehenden Angebot.

    Wird es Schulgeld geben?

    Ziel ist eine Schule für alle mit einem Konzept, das auch für die staatliche Schule übernommen werden kann. Wir stehen für Chancengleichheit und vom Einkommen der  Eltern unabhängige Bildung; um die Schule dennoch finanzieren zu können, planen wir Staffelungen, die am Einkommen orientiert sind – jedoch mit der Möglichkeit, gänzlich auf das Schulgeld zu verzichten. Langfristig hoffen wir die selbe staatliche Finanzierung zu erkämpfen, die Regelschulen bekommen; um damit komplett aufs Schulgeld verzichten zu können.